Die wichtigsten Kaufkriterien eines Airbrush-Kompressors

Es gibt viele verschiedene Airbrush-Kompressoren in den verschiedensten Preisbereichen. Also gibt es auch viele Produktbeschreibungen, die man sich durchlesen muss, um das passende Modell zu finden.

Aber welche Faktoren beeinflussen die Qualität und im Endeffekt auch die Nutzbarkeit eines solchen Kompressors? Dieser Frage soll in diesem Beitrag nachgegangen werden.

Saubere Luft für die Airbrush

Anders als einfache Werkstatt-Kompressoren muss ein Airbrush-Kompressor sehr reine Luft liefern, da sie direkten Einfluss auf das Ergebnis hat. Unter keinen Umständen sollte sich während der Arbeit mit dem Gerät irgendeine Fremdsubstanz mit der genutzten Farbe vermischen.

Bei einem Kompressor sind diese potenziellen Substanzen zum einen Öl und zum anderen Kondenswasser. Daher sollte beim Kauf darauf geachtet werden, dass das Gerät ein ölfreier Airbrush-Kompressor ist.

Kondenswasser kann nicht zu 100% verhindert, aber deutlich verringert werden. Hierzu muss das Gerät  einen Wasserabscheider besitzen. Einfach ausgedrückt trennt diese Vorrichtung das Wasser von der Luft und fängt es in einem Behälter auf.

Da aber nicht das komplette Wasser abgefangen werden kann, bietet es sich – vor allem als Profi – an, einen Wasserabscheider zwischen Luftschlauch und Airbrush-Pistole zu schalten.

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Der richtige Arbeitsdruck

Wie hoch der Luftdruck eines Airbrush-Kompressors sein sollte, wird im Beitrag Welchen Luftdruck braucht mein Airbrush-Kompressor? Behandelt. Die Höhe hängt in erster Linie vom Anwendungsbereich ab und sollte für dünne Farben (mit milchiger Konsistenz) zwischen 1,5 und 3 bar, für dickere Farben mehr betragen.

Wichtiger noch als seine Höhe ist jedoch die Gleichmäßigkeit des Luftdrucks, der aus dem Kompressor entweicht. Ein Kolbenkompressor ohne Druckbehälter würde zum Beispiel zu stark pulsierenden Schwankungen des Drucks führen, während der Kolben sich auf und ab bewegt. Gleichmäßige Linien wären mit der Airbrush-Pistole so unmöglich.

Deshalb sollten Airbrush-Kompressoren einen Druckbehälter besitzen, der die komprimierte Luft speichert und gleichmäßig abgibt, indem im Behälter selbst ständig ein Mindestdruck beibehalten wird.

Größe des Kompressor-Tanks

Welches Volumen der Druckbehälter hat bestimmt wie lange Luft entweichen kann, bis der Motor des Airbrush-Kompressors wieder angeschmissen werden muss, um den Druck wieder aufzubauen.

Für Einsteiger reicht meist ein kleiner Tank, da beim Sprühen mit der Pistole oft Pausen gemacht werden, der Kompressor also immer frische Luft nachliefern und dann eine Pause einlegen kann.

Kritisch wird es jedoch ab dem Zeitpunkt, ab dem der Motor die ganze Zeit laufen muss, um genügend Druck zu liefern. Das führt nicht nur zu einem durchgehenden Lärm – dieser wäre mit einem leisen Airbrush-Kompressor ja noch zu verkraften.

Vor allem führt ein durchgehend laufender Motor viel schneller zum Verschleiß des Gerätes, zumal ja in der Regel auch kein Schmieröl genutzt wird.

Modellbauer, Einsteiger und langsamere Airbrusher können natürlich auf preiswerte, kompakte Kompressoren mit kleinen Tanks setzen. Profis, die aber größere Flächen besprühen müssen, sollten den Fokus aber definitiv auf einen größeren Druckbehälter setzen und müssen daher auch etwas mehr Geld in die Hand nehmen.